Zur Matura darf heuer nur antreten, wer einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen kann oder als Genesener gilt, verordnete Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Der freie Zugang zu Bildung ist damit vorerst Geschichte. Keine Matura – kein Studium.

Kraft einer Anfang April erlassenen Verordnung des Gesundheitsministeriums werden nichtgetestete Schüler von der Matura dieses Jahr ausgeschlossen. Wer antreten will, muss einen Test entweder vor Ort machen oder ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis vorweisen. Maximal 48 Stunden darf das Ergebnis alt sein. Bei Schülern, die schon Covid-19 hatten, reicht eine ärztliche Bestätigung, ein Antikörpertest oder ein abgelaufener Absonderungsbescheid. Auch für die heuer nur freiwillig stattfindende mündliche Matura gilt diese Bestimmung. Wer zur mündlichen Prüfung antreten möchte, muss das bis spätestens 23. April angemeldet haben. Schüler, die die „Mündliche“ nicht absolvieren, erhalten die Note des Jahreszeugnisses. Während der Prüfung ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Lernen auf Distanz

Eine weitere Verordnung regelt die bereits zuletzt bekannt gegebenen Änderungen für das Distance Learning in Ost-Österreich, das um eine Woche verlängert wurde. Ausnahme sind hier jeweils die Abschlussklassen einer Schulform, also die vierten Klassen der Volksschulen und Mittelschulen/AHS-Unterstufe sowie die Maturaklassen einer AHS/BMHS. Leistungsfeststellungen, wie z.B. Schularbeiten und auch Förderstunden dürfen aber vor Ort durchgeführt werden.

Macht der Behörde

Als Neuerung gilt in ganz Österreich, dass die Schulbehörde in Zukunft sowohl ein Aussetzen wie auch eine Ausweitung des Präsenzunterrichts anordnen kann, „wenn die Infektionslage dies ermöglicht oder dies zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV 2 oder COVID-19 erforderlich ist“. Schulen in geringer belasteten Gebieten dürfen vom Distance Learning absehen, umgekehrt müssen aber solche in Gebieten mit hohen Inzidenzen wieder vom Präsenzunterricht zum häuslichen Lernen wechseln.

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