Die kroatische Polizei gab Schüsse auf den Wiener Laster ab

Auf der neuen Balkan Flüchtlingsroute kam es an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien zu einem blutigen Zwischenfall mit einem Kleinbus mit Wiener Kennzeichen, als der mit Flüchtlingen vollbesetzte Wagen eine polizeiliche Straßensperre durchbrach.

Bei Donji Lapac, im Grenzgebiet zwischen Bosnien und Kroatien gaben Beamte der Polizei Schüsse auf das Schlepper-Fahrzeug ab. Mehrere Personen, darunter zwei Kinder, wurden dabei verletzt.

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Migrantenlaster aus Wien

Wie die „Visegradpost“ berichtet, versuchte die Polizei zuvor mehrfach vergeblich, das mit 29 Irakern und Afghanen besetzte Fahrzeug zu stoppen. Als der Wagen gegen 22:00 Uhr eine Straßensperre durchbrach, eröffneten die Polizisten das Feuer, woraufhin der Fahrer – es soll sich um einen in Wien lebenden Bosnier handeln – stehen blieb und in den Wald flüchtete.

Kindern in Kopf geschossen

Im Kleinlaster, der mit der Werbung einer Wiener Immobilienfirma bedruckt ist, befanden sich auch 15 Minderjährige. Zwei davon, ein 15-jähriger Junge und ein Mädchen, waren von Polizeikugeln in den Kopf getroffen worden. Laut offizieller Meldung sind sie beide außer Lebensgefahr.

Schwerster Zwischenfall bisher

Es handelt sich bisher um den schwersten Zwischenfall mit Migranten in diesem Gebiet seit der Eröffnung einer neuen Flüchtlingsroute, auf der Migranten versuchen nach Westeuropa zu gelangen.

Der „Wochenblick“ wird in der nächsten Ausgabe ausführlich über diese neue Balkan-Route berichten