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Arik Brauer hat den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 als Kind persönlich miterlebt.

In der letzten ORF-Diskussionsrunde „Im Zentrum“ sorgte der jüdische Künstler und NS-Zeitzeuge Arik Brauer am Sonntag für Wirbel. Die Diskussion stand unter dem Titel „1938 – Der Anschluss“. Brauer ließ  die restlichen Diskussionsteilnehmer ordentlich auflaufen!

So attestierte er unter anderem Burschenschaftern entgegen dem medialen Mainstream keine wie auch immer geartete Gefahr für Juden zu sein, nannte hingegen Araber als klare Bedrohung für die jüdische Bevölkerung, die die Juden „am liebsten unter der Erde begraben sehen würden“.

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Arik Brauer hat den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 als Kind persönlich miterlebt.

Jüdischer Künstler spricht Klartext

Diskutiert wurde unter anderem über die „Verführbarkeit“ der Menschen und dem „Wunsch nach einem starken Führer“, der sich aktuellen Meinungsumfragen zufolge in den letzten zehn Jahren erhöht hat.

Besonders interessant erschienen unter Beachtung der Medienberichte der vergangenen Wochen – Stichwort Liederbücher – die Ausführungen des jüdischen Künstlers Brauer, welche die restlichen Diskussionsteilnehmer förmlich erbleichen ließen.

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Der umstrittene, durch zwangsweise eingetriebene Gebühren finanzierte Staats-Funk ORF fiel in der Vergangenheit immer wieder durch besonders einseitig besetzte Diskussionsrunden negativ auf.

Liedtext ist ihm „wurscht“

Entgegen den „furchtbaren“ Bildern, die der Moderator Tarek Leitner in entsprechender Gestik und Stimmhaltung zeichnete und die ihm dann auch von Ex-Bundespräsident Heinz Fischer bei der Frage nach den „braunen Flecken“ in Österreich bestätigt wurden, malte Brauer ein gänzlich anderes Bild.

So sagt er in Bezug auf die antisemitischen Liedertexte, die man bei der Pennal-Burschenschaft Germania fand: „Als Österreicher ist das natürlich zum Kotzen, das ist unangenehm und sehr schädlich für Österreich und schade, dass so etwas passiert.“

„Als Jude sage ich ehrlich: Das ist mir ziemlich wurscht!“ Zusätzlich: „In Österreich gibt es fast keine Juden, nur 10.000, das ist keine Sache woraus man ein Problem machen kann.“

Einwanderung größtes Problem

Er geht gleich zum – für ihn – „viel schwereren“ Problem über: „Die Einwanderung.“ „Das ist das Problem und das ist die Grundursache für dieses Aufkommen von rechtem Gedankengut in jeder Hinsicht.“

Zur Liedzeile mit der siebten Million sagt er: „In Bezug auf Antisemitismus fange ich nicht an zu zittern wenn ich so etwas höre, keineswegs“. Er relativiert sogar den Liedtext und attestiert, dass der Text „zumindest beinhalte, dass tatsächlich sechs Millionen vergast wurden.“

Auch Häupl war ein strammer Burschenschafter! 1
Auch der scheidende Wiener Bürgermeister Michael Häul war ein strammer Burschenschafter. Häupl Ende der 60er-Jahre: Häupl (Kreis) und Höferl (vorne, 3. v.l.)

Araber wollen Juden unter der Erde sehen

Und er gibt einen Einblick, wie es aussieht, wenn realer Antisemitismus herrscht: „Ich habe erlebt wie es ist, wenn hunderttausend Menschen am Heldenplatz rufen: ‚Juda verrecke!‘ Da wird dir kalt über dem Rücken.“

Er hält fest: „Der Rechtsruck hat seine Grundlage in der Einwanderung.“

Und obwohl ihm Leitner und Fischer dann gleich wieder entgegnen, wie schlimm das Ganze nicht trotzdem sei, erklärt er noch, wen er als wirklichen Feind der Juden sieht: „Es gibt eine Viertelmilliarde Araber, die wollen uns lieber unter der Erde oder am Grund vom Mittelmeer sehen.“

Burschenschafter keine Gefahr

„Und von denen gibt es viele, die hier einwandern. Und das ist eine Gefahr für den Antisemitismus. Wenn mich jemand auf der Straße umbringt, dann ist das ganz bestimmt kein Fechter (meint Burschenschafter, Anmerkung der Redaktion). Ich fühle mich nicht von ihnen bedroht.“

Brauer gab sich außerdem überzeugt, dass es sich bei antisemitischen Burschenschaftern „um eine Minderheit in diesen Gruppierungen hält.“