Wahldebakel für ÖVP: Impfkritische MFG holt auf Anhieb 17% in Waidhofen/Ybbs

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"Wer Grundrechte einschränkt, wird Wahlen verlieren."

Wahldebakel für ÖVP: Impfkritische MFG holt auf Anhieb 17% in Waidhofen/Ybbs

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Mit Spannung wurde das Ergebnis der Gemeinderatswahlen im niederösterreichischen Waidhofen an der Ybbs erwartet. Nun steht es fest. Es ist eine politische Bombe und ein Vorgeschmack für die ÖVP, wie sie der Wähler künftig abwatschen wird. Denn die Schwarzen verlieren in ihrer ehemaligen Hochburg die absolute Mehrheit und stürzen um knapp 19 Prozent ab. Im Gegenzug schaffte die maßnahmenkritische Partei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) aus dem Stand den Einzug in den Gemeinderat: mit unglaublichen 17 Prozent beim ersten Antreten erhält die Partei nun sieben Mandate und wird zur drittstärksten Partei. Die ÖVP braucht künftig also einen Koalitionspartner und kann nicht mehr alleine regieren. Die SPÖ konnte drei Mandate hinzugewinnen. Die Grünen verlieren 1,1 Prozentpunkte, können ihr Mandat aber halten.

Denkzettel für ÖVP – Erfolg für Impfkritiker

Ein brisantes Wahlergebnis mit Sprengkraft, denn es dürfte wohl ein Vorgeschmack für die ÖVP sein, wie auch weitere Wahlen ausgehen werden. Die Wähler in Waidhofen an der Ybbs haben die Schwarzen jedenfalls empfindlich abgestraft für ihren uneinsichtigen Kurs bezüglich des Zwangs-Stiches. Ein Minus von knapp 19 Prozent kann man nur noch als Denkzettel bezeichnen. Ein empfindlicher Dämpfer für den amtierenden ÖVP-Bürgermeister Werner Krammer, der nun einen Koalitionspartner brauchen wird. Mit 17,1 Prozent schoss die maßnahmen- und impfkritische MFG mit ihrem Spitzenkandidaten Wolfgang Durst gleich beim ersten Antreten auf Platz drei vor. Durst war vom Ergebnis offenbar selbst überrascht: „Damit haben wir nicht gerechnet, dass wir sogar am zweiten Stadtsenat kratzen. Dass wir uns einen Stadtsenat erhofft haben, war für uns schon ein Griff nach den Sternen.“

Zwei „FPÖ-Listen“ in Waidhofen

Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass die FPÖ sozusagen mit zwei Listen angetreten ist. Josef Gschwandegger ging als neuer Spitzenkandidat für die FPÖ ins Rennen. Der bisherige Mandatar Karl-Heinz Knoll war zuvor aus der Partei ausgetreten und trat für die Unabhängige Wahlgemeinschaft (UWG) an. Rechnet man die Wählerschaft der impfkritischen Parteien MFG, FPÖ und UWG zusammen, so kommt man auf einen Stimmenanteil von 22,7 %. Das ist um einen Prozentpunkt mehr, als die zweitplatzierte SPÖ einfahren konnte. Es sieht danach aus, als ob die Österreicher langsam genug haben von diesem Unrechts-Regime!

ÖVP verliert fast ein Drittel der Stimmen

Und so hat man in Waidhofen/Ybbs am Sonntag gewählt:

  • 41,3 Prozent ÖVP: minus 18,9 %
  • 21,7 Prozent SPÖ: plus 6,2 %
  • 17,1 Prozent MFG
  • 11,3 Prozent FUFU: plus 1,0 %
  • 4,0 Prozent FPÖ: minus 1,3 %
  • 3,1 Prozent GRÜNE: minus 1,1 %
  • 1,6 Prozent UWG: minus 3,0 %

MFG-Brunner: Wer Grundrechte einschränkt, wird Wahlen verlieren

Knapp 10.000 Personen waren am Sonntag wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 71,9 Prozent. Um 40 Gemeinderats-Sitze wurde vorab wahlgekämpft. Der MFG gelang auf Anhieb ein fulminanter Wahlsieg. Und das ausgerechnet in der Heimatgemeinde von ÖVP-Nationalrats-Präsident Wolfgang Sobotka. Bundesparteiobmann RA Dr. Michael Brunner analysierte, dass „wer Grundrechte einschränkt und die Bevölkerung spaltet“, Wahlniederlagen erleben wird. Man konzentriere sich nun auf die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Tirol am 27.2.22. „Wir werden nach und nach weitere Wahlen gewinnen und wir werden die Grundrechte wiederherstellen. Die Menschen wollen ihr freies Leben zurück und lehnen die von Regierung und Medien betriebene Spaltung ab“, kündigte Brunner mit durch die Wahl gestärktem Rücken kämpferisch an.

MFG jetzt drittstärkste Kraft in Waidhofen/Ybbs

Hinter seinen Erwartungen blieb FPÖ-Spitzenkandidat Josef Gschwandegger. Und gar nicht mehr im Gemeinderat vertreten ist die UWG, die auf 1,6 Prozent zurückgefallen ist. „Wir sind aufgrund meines Wechsels von der FPÖ erst relativ spät in den Wahlkampf gestartet, der vom kommenden Impfzwang überschattet war. Wir sind aber nicht mutlos und werden in fünf Jahren erneut für Waidhofen durchstarten“, so UWG Spitzenkandidat Karl-Heinz Knoll.

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