- Was sind Lost Places überhaupt?
- Wichtig: Legal vs. illegal – das musst du wissen
- Die spannendsten legalen Lost Places in Österreich
- Tipps für deinen Lost-Place-Besuch
- Warum Lost Places in Österreich immer beliebter werden
- Lost Places + Mikro-Abenteuer kombinieren
- Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest)
- Planung, Recherche und Vorbereitung – so findest du legale Lost Places selbst
- Wo findet man legale Lost Places?
- Die besten Regionen für Lost Places in Österreich
- Die Geschichte hinter Lost Places in Österreich verstehen
- Häufige Gründe:
- Fotografie bei Lost Places – so holst du das Maximum raus
- Die richtige Ausrüstung für Lost-Place-Touren
- Nachhaltigkeit & Ethik – oft ignoriert, aber entscheidend
- Alleine oder in der Gruppe? Was besser ist
- Die beste Jahreszeit für Lost Places in Österreich
- Kombination mit anderen Erlebnissen
- Rechtliche Feinheiten im Detail: Was konkret erlaubt ist – und was nicht
- Architektur und Verfall: Warum Lost Places so wirken, wie sie wirken
- Psychologische Wirkung: Warum uns verlassene Orte anziehen
- Unterschiedliche Arten von Lost Places
- Ländliche Lost Places
- Infrastruktur rund um Lost Places
- Risiken durch Umwelt und Natur
- Der Einfluss von Social Media auf Lost Places
- Lokale Wirtschaft und Lost-Place-Tourismus
- Entwicklung: Vom Lost Place zur Attraktion
- Unterschiede zu anderen Ländern
- Zielgruppen für Lost-Place-Inhalte
- Langfristige Perspektive: Werden Lost Places verschwinden?
- Fazit: Lost Places in Österreich – zwischen Faszination, Verantwortung und echtem Entdeckergeist
Verlassene Orte üben seit Jahren eine besondere Faszination aus. Zerfallene Mauern, überwucherte Wege und die Stille vergangener Zeiten machen sogenannte „Lost Places“ zu echten Geheimtipps für Abenteurer, Fotografen und Ruhesuchende. Doch Vorsicht: Nicht jeder verlassene Ort darf einfach betreten werden. Wer Lost Places in Österreich legal besuchen möchte, sollte genau wissen, wohin er gehen kann – und wo nicht.
In diesem Artikel findest du legale, spannende und gut erreichbare Lost Places in Österreich, dazu wichtige Tipps für deinen Besuch und Inspiration für dein nächstes Mikro-Abenteuer.
Was sind Lost Places überhaupt?
„Lost Places“ bezeichnet Orte, die aufgegeben wurden – also nicht mehr genutzt, gepflegt oder bewohnt sind. Das können sein:
- Verlassene Hotels
- Alte Fabriken
- Militäranlagen
- Sanatorien
- Bahnhöfe oder Strecken
Gerade in einem Land wie Österreich, das eine lange Geschichte und viele strukturelle Veränderungen erlebt hat, gibt es zahlreiche solcher Orte.
Wichtig: Legal vs. illegal – das musst du wissen
Bevor wir zu den spannendsten Orten kommen, ein entscheidender Punkt:
Viele Lost Places sind privat oder gesperrt.
Das Betreten kann als Hausfriedensbruch gelten.
Legal besuchbar sind:
- öffentlich zugängliche Ruinen
- Orte mit offizieller Freigabe
- touristisch erschlossene „Lost Places“
- Wege, die daran vorbeiführen
Nicht erlaubt:
- abgesperrte Gebäude betreten
- Zäune überwinden
- Fenster/Türen öffnen
Faustregel: Wenn ein Schild da ist – halte dich daran.
Die spannendsten legalen Lost Places in Österreich
Hier sind einige Orte, die du legal erkunden kannst – zumindest von außen oder über freigegebene Bereiche:
1. Burgruine Dobra
Mitten im Wald liegt diese beeindruckende Burgruine oberhalb eines Stausees. Die Anlage stammt aus dem Mittelalter und wurde im Laufe der Zeit aufgegeben.
Warum sich der Besuch lohnt:
- frei zugänglich
- mystische Atmosphäre
- perfekte Fotospots
- Kombination mit Wanderung möglich
Besonders im Herbst wirkt die Ruine fast wie aus einem Film.
2. Alte Lodenfabrik Leoben (Außenbereich)
Die ehemalige Textilfabrik ist ein klassischer Lost Place der Industriegeschichte. Zwar ist das Gebäude selbst nicht frei zugänglich, aber:
Der Außenbereich und die Umgebung sind legal einsehbar.
Highlights:
- Industriearchitektur
- spannende Fotomotive
- Einblick in die Geschichte der Region
3. Sanatorium Wienerwald (nur Außen)
Dieses ehemalige Sanatorium hat fast schon Kultstatus unter Lost-Place-Fans. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und später aufgegeben.
Wichtig:
- Betreten verboten
- Außenbesichtigung möglich
Gerade von außen wirkt das Gebäude extrem eindrucksvoll – ein perfektes Beispiel für „verfallene Eleganz“.
4. Bahnhof Sulztal
Ein kleiner, stillgelegter Bahnhof, der heute kaum noch genutzt wird.
Was ihn besonders macht:
- nostalgische Stimmung
- wenig besucht
- ideal für ruhige Fototouren
Perfekt für alle, die es ruhig und abgelegen mögen.
5. Flakturm Arenbergpark
Ein etwas anderer Lost Place: Diese massiven Türme aus dem Zweiten Weltkrieg stehen noch heute in Wien.
Besonderheiten:
- öffentlich zugänglich (Außenbereich & Park)
- geschichtlicher Hintergrund
- beeindruckende Architektur
Ein Lost Place mitten in der Stadt – selten!
6. Verlassene Siedlung Fuchsenloch
Ein weniger bekannter Ort: Eine kleine aufgegebene Siedlung, die langsam von der Natur zurückerobert wird.
Warum hinfahren:
- echtes „Lost Place“-Gefühl
- kaum Touristen
- Natur + Geschichte kombiniert
Tipps für deinen Lost-Place-Besuch
Damit dein Ausflug nicht nur spannend, sondern auch sicher wird:
Sicherheit geht vor
- keine baufälligen Gebäude betreten
- auf lose Böden achten
- festes Schuhwerk tragen
Respektiere den Ort
- nichts mitnehmen („Leave no trace“)
- keine Graffiti oder Beschädigungen
- Natur schützen
Beste Zeit für Fotos
- früh morgens oder abends
- Nebel = Bonus für Atmosphäre
Warum Lost Places in Österreich immer beliebter werden
Der Trend hat mehrere Gründe:
1. Gegenpol zur perfekten Instagram-Welt
Lost Places sind roh, echt und ungeschönt.
2. Abenteuer ohne große Kosten
Viele Orte sind frei zugänglich → ideal für günstige Trips.
3. Geschichte zum Anfassen
Man sieht, wie Orte früher genutzt wurden – ohne Museumsvitrine.
Lost Places + Mikro-Abenteuer kombinieren
Ein besonders guter Ansatz für deinen Blogartikel:
Kombiniere Lost Places mit kurzen Trips.
Beispiel:
- Wanderung + Burgruine
- Roadtrip + mehrere Spots
- Städtetrip + verlassene Orte
So entsteht mehr Mehrwert für Leser.
Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest)
Einfach irgendwo reingehen
vorher informieren
Nur auf Social Media verlassen
offizielle Infos checken
Risiko unterschätzen
Sicherheit ernst nehmen
Planung, Recherche und Vorbereitung – so findest du legale Lost Places selbst
Wer glaubt, dass man gute Lost Places nur über Instagram oder TikTok findet, unterschätzt das Thema. Tatsächlich liegt ein großer Teil des Reizes darin, selbst zu recherchieren und unbekannte Orte zu entdecken. Gerade in Österreich gibt es viele verlassene Orte, die kaum dokumentiert sind.
Wo findet man legale Lost Places?
1. Alte Karten und historische Quellen
- Historische Landkarten zeigen oft Gebäude, die heute nicht mehr existieren
- Archive oder Online-Karten können Hinweise liefern
- Besonders spannend: alte Bahnstrecken oder aufgegebene Industriezonen
2. Wander- und Outdoor-Foren
Viele Wanderer stoßen zufällig auf Ruinen oder verlassene Gebäude und teilen ihre Funde.
3. Gespräche mit Einheimischen
Einer der besten Tricks: einfach fragen
Ältere Bewohner kennen oft:
- verlassene Höfe
- stillgelegte Betriebe
- vergessene Wege
4. Satellitenbilder & Karten-Apps
Mit Tools wie Google Maps oder Outdoor-Apps kannst du:
- ungewöhnliche Strukturen erkennen
- abgelegene Gebäude entdecken
- Wege planen
Die besten Regionen für Lost Places in Österreich
Nicht jede Gegend eignet sich gleich gut. Einige Regionen sind besonders reich an verlassenen Orten:
Alpenregionen
In abgelegenen Berggebieten findest du:
- verlassene Almhütten
- alte Bergwerke
- aufgegebene Wege
Grund: Strukturwandel & schwierige Lebensbedingungen
Waldreiche Gebiete
Dichte Wälder „verschlucken“ Gebäude regelrecht.
Typisch:
- verlassene Jagdhütten
- kleine Siedlungen
- militärische Anlagen
Ehemalige Industriegebiete
Besonders spannend für Urban-Exploration-Fans.
Hier findest du:
- Fabriken
- Lagerhallen
- alte Bahntrassen
Die Geschichte hinter Lost Places in Österreich verstehen
Ein oft unterschätzter Aspekt: Warum wurden diese Orte überhaupt verlassen?

Häufige Gründe:
1. Wirtschaftlicher Wandel
Industrie verschwindet → Gebäude bleiben zurück
2. Naturgewalten
Lawinen, Hochwasser oder Erdrutsche machen Orte unbewohnbar
3. Urbanisierung
Menschen ziehen in Städte – Dörfer sterben aus
4. Politische Veränderungen
Grenzverschiebungen oder militärische Nutzung
Fotografie bei Lost Places – so holst du das Maximum raus
Lost Places sind ein Paradies für Fotografen. Aber: Gute Bilder entstehen nicht zufällig.
Licht ist alles
- Morgenlicht = weich & mystisch
- Abendlicht = dramatisch
- Nebel = perfekte Stimmung
Perspektiven nutzen
- durch Fenster fotografieren
- mit Vorder- und Hintergrund spielen
- Linien und Strukturen einbauen
Details einfangen
Nicht nur das große Ganze zählt:
Spannend sind:
- rostige Türen
- zerfallene Möbel
- verwitterte Schilder
Die richtige Ausrüstung für Lost-Place-Touren
Du brauchst keine Profi-Ausrüstung – aber ein paar Dinge sind sinnvoll:
Essentials:
- feste Schuhe
- Taschenlampe
- Powerbank
- Wasser & Snacks
Optional:
- Kamera oder gutes Smartphone
- Stativ für Low-Light
- Ersatzakku
Was viele vergessen:
- Erste-Hilfe-Set
- Offline-Karte (kein Empfang!)
Nachhaltigkeit & Ethik – oft ignoriert, aber entscheidend
Lost Places sind empfindlich. Viele Orte verschwinden, weil Besucher sich falsch verhalten.
Grundregeln:
1. Leave no trace
Nichts mitnehmen, nichts hinterlassen
2. Keine Zerstörung
Kein Vandalismus, keine „Souvenirs“
3. Respekt vor Natur & Geschichte
Diese Orte sind oft Zeitzeugen
Alleine oder in der Gruppe? Was besser ist
Alleine unterwegs:
Vorteile:
- mehr Ruhe
- intensiveres Erlebnis
Nachteile:
- höheres Risiko
- weniger Hilfe im Notfall
In der Gruppe:
Vorteile:
- sicherer
- oft mehr Spaß
Nachteile:
- weniger „Lost Place“-Feeling

Die beste Jahreszeit für Lost Places in Österreich
Viele denken: Sommer ist ideal. Stimmt nur bedingt.
Frühling
- Natur erwacht
- gute Lichtverhältnisse
Sommer
- leicht zugänglich
- aber oft viele Leute
Herbst (Geheimtipp!)
- perfekte Farben
- mystische Stimmung
Winter
- schwer erreichbar
- aber einzigartige Atmosphäre
Besonders in Österreich sind Herbst und früher Winter oft die beste Wahl.
Kombination mit anderen Erlebnissen
Ein Lost Place allein ist cool – aber kombiniert wird es richtig stark.
Ideen:
- Lost Place + Wanderung
- Lost Place + Badesee
- Lost Place + Aussichtspunkt
Rechtliche Feinheiten im Detail: Was konkret erlaubt ist – und was nicht
Auch wenn viele Lost Places auf den ersten Blick verlassen wirken, gelten sie rechtlich keineswegs als „frei zugänglich“. In Österreich sind Eigentumsrechte sehr klar geregelt, was bedeutet, dass selbst scheinbar verlassene Gebäude fast immer jemandem gehören.
Betretungsrecht und Besitzverhältnisse
Grundsätzlich gilt:
- Jedes Grundstück hat einen Eigentümer, auch wenn es verwahrlost aussieht
- Das Betreten ohne Erlaubnis kann rechtliche Konsequenzen haben
- Selbst offene Türen oder fehlende Zäune bedeuten keine Freigabe
Interessant ist, dass es in manchen Fällen sogenannte „stillschweigende Duldung“ gibt. Das bedeutet, dass Eigentümer das Betreten nicht aktiv verhindern, es aber auch nicht offiziell erlauben. Diese Grauzone ist jedoch riskant und sollte nicht als Einladung verstanden werden.
Haftungsfragen
Ein oft übersehener Punkt ist die Haftung:
- Eigentümer können unter Umständen für Unfälle verantwortlich gemacht werden
- Deshalb werden viele Gebäude bewusst abgesperrt oder gesichert
- Wer Absperrungen ignoriert, handelt auf eigenes Risiko
Für Besucher bedeutet das: Selbst wenn du Zugang hast, bist du im Zweifel selbst verantwortlich.
Architektur und Verfall: Warum Lost Places so wirken, wie sie wirken
Ein spannender Aspekt, der selten thematisiert wird, ist die Ästhetik des Verfalls. Warum wirken verlassene Orte oft so faszinierend?
Der Prozess des Zerfalls
Gebäude verändern sich nach ihrer Aufgabe relativ schnell:
- Erste Phase: Leerstand
Fenster sind noch intakt, Strukturen stabil - Zweite Phase: Beginnender Verfall
Feuchtigkeit dringt ein, Farbe blättert ab - Dritte Phase: Strukturzerfall
Dächer brechen ein, Pflanzen wachsen ins Gebäude - Vierte Phase: Rückeroberung durch Natur
Das Gebäude wird Teil der Landschaft
Gerade in einem alpinen Land wie Österreich beschleunigen Wetter und Vegetation diesen Prozess erheblich.
Psychologische Wirkung: Warum uns verlassene Orte anziehen
Lost Places sprechen nicht nur Abenteuerlust an, sondern auch tiefere psychologische Mechanismen.
Faszination durch Vergänglichkeit
Verlassene Orte zeigen sehr direkt:
- dass nichts dauerhaft ist
- wie schnell menschliche Spuren verschwinden
- wie Zeit sichtbar wird
Das erzeugt eine Mischung aus:
- Neugier
- Melancholie
- Respekt
„Verbotene Orte“-Effekt
Ein weiterer Faktor ist der Reiz des Verbotenen. Orte, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind, wirken automatisch interessanter. Selbst legale Lost Places profitieren von dieser Wahrnehmung.
Unterschiedliche Arten von Lost Places
Nicht jeder verlassene Ort ist gleich. Wenn du deinen Content differenzierter gestalten willst, lohnt sich eine klare Einteilung.

Industrielle Lost Places
- Fabriken
- Kraftwerke
- Lagerhallen
Merkmale:
- große Flächen
- technische Strukturen
- oft urbane Lage
Ländliche Lost Places
- Bauernhöfe
- kleine Siedlungen
- Almhütten
Merkmale:
- naturverbunden
- oft schwer erreichbar
- besonders ruhig
Militärische Anlagen
- Bunker
- Verteidigungsanlagen
- ehemalige Übungsplätze
Merkmale:
- massive Bauweise
- geschichtlicher Kontext
- teilweise eingeschränkt zugänglich
Kur- und Erholungsorte
- Sanatorien
- Hotels
- Pensionen
Merkmale:
- oft große Gebäude
- emotionaler Hintergrund
- besonders beliebt bei Fotografen
Infrastruktur rund um Lost Places
Ein Thema, das selten behandelt wird: Wie gut sind diese Orte eigentlich erreichbar?
Anreise
Viele Lost Places liegen:
- abseits großer Straßen
- in ländlichen Regionen
- ohne direkte öffentliche Anbindung
Das bedeutet:
- Auto oder Fahrrad oft notwendig
- längere Fußwege einplanen
Versorgung vor Ort
In der Regel gilt:
- keine Gastronomie
- keine Toiletten
- keine Infrastruktur
Planung ist entscheidend
Risiken durch Umwelt und Natur
Neben baulichen Gefahren gibt es auch natürliche Risiken, die oft unterschätzt werden.
Wetterumschwünge
Besonders in alpinen Regionen von Österreich kann sich das Wetter schnell ändern:
- plötzlicher Regen
- Nebel
- Temperaturstürze
Tierwelt
In abgelegenen Gebieten können vorkommen:
- Wildtiere
- Insekten
- Nagetiere in Gebäuden
Das ist meist harmlos, kann aber überraschend sein.
Vegetation
Überwucherte Wege bergen Risiken:
- Stolperfallen
- verdeckte Löcher
- rutschiger Untergrund
Der Einfluss von Social Media auf Lost Places
Ein moderner Faktor, der die Szene stark verändert hat, ist Social Media.
Positive Effekte
- mehr Aufmerksamkeit für unbekannte Orte
- Austausch von Informationen
- Inspiration für neue Ziele
Negative Effekte
Gleichzeitig entstehen Probleme:
- Orte werden überlaufen
- Vandalismus nimmt zu
- Natur wird belastet
Einige Lost Places mussten sogar gesperrt werden, weil sie zu bekannt wurden.
Lokale Wirtschaft und Lost-Place-Tourismus
Ein eher ungewöhnlicher Blickwinkel: Welche Auswirkungen haben Lost Places auf die Umgebung?
Chancen
- Besucher bringen Umsatz in ländliche Regionen
- Gastronomie und Unterkünfte profitieren
- neue touristische Konzepte entstehen
Herausforderungen
- unkontrollierter Zugang
- fehlende Infrastruktur
- Konflikte mit Eigentümern
Einige Gemeinden überlegen deshalb, bestimmte Orte gezielt zu öffnen und zu regulieren.
Entwicklung: Vom Lost Place zur Attraktion
Nicht jeder Lost Place bleibt dauerhaft verlassen.
Typische Entwicklungen:
- Verfall und Vergessen
- Wiederentdeckung durch Besucher
- mediale Aufmerksamkeit
- Renovierung oder Abriss
Einige Orte werden:
- zu Museen
- zu Hotels umgebaut
- oder komplett entfernt
Unterschiede zu anderen Ländern
Lost Places in Österreich unterscheiden sich in einigen Punkten von anderen Regionen Europas:
Strengere Regeln
Eigentumsrechte werden konsequenter durchgesetzt als in manchen anderen Ländern.
Dichtere Besiedlung
Weniger „komplett verlassene“ Regionen als etwa in Osteuropa.
Stärkere Naturintegration
Gebäude werden schneller von Vegetation zurückerobert.
Zielgruppen für Lost-Place-Inhalte
Typische Leser:
- Fotografen
- Abenteurer
- Ruhesuchende
- Geschichtsinteressierte
Jede Gruppe hat andere Erwartungen:
- Fotografen wollen visuelle Details
- Abenteurer suchen Spannung
- Ruhesuchende wollen Stille
Langfristige Perspektive: Werden Lost Places verschwinden?
Ein interessanter Gedanke zum Abschluss: Gibt es in Zukunft überhaupt noch Lost Places?
Gründe, warum sie weniger werden könnten:
- steigende Grundstückspreise
- Renovierungen
- touristische Nutzung
Gründe, warum sie bleiben:
- wirtschaftlicher Wandel
- demografische Veränderungen
- neue Leerstände
Fazit: Lost Places in Österreich – zwischen Faszination, Verantwortung und echtem Entdeckergeist
Lost Places in Österreich sind weit mehr als nur verlassene Gebäude oder vergessene Orte auf der Landkarte. Sie stehen für eine besondere Art des Reisens, die sich bewusst vom klassischen Tourismus abhebt. Während viele Menschen bekannte Sehenswürdigkeiten besuchen, bieten diese Orte etwas völlig anderes: Ruhe, Geschichte, Authentizität und ein Gefühl von Entdeckung, das heute selten geworden ist.
Gerade in einer Zeit, in der Reisen oft durchgeplant, überlaufen und stark kommerzialisiert ist, üben Lost Places eine besondere Anziehungskraft aus. Sie sind nicht perfekt, nicht geschniegelt und nicht inszeniert. Stattdessen zeigen sie Spuren der Vergangenheit unverfälscht und oft auch schonungslos. Genau darin liegt ihr Reiz. Sie erzählen Geschichten, ohne dass jemand sie erklären muss, und lassen Raum für eigene Interpretation.
Gleichzeitig wird deutlich, dass der Besuch solcher Orte Verantwortung erfordert. Rechtliche Rahmenbedingungen spielen eine zentrale Rolle, denn nicht jeder scheinbar verlassene Ort darf einfach betreten werden. Wer Lost Places legal erkunden möchte, muss sich informieren, Grenzen respektieren und akzeptieren, dass manche Orte nur von außen zugänglich sind. Das schmälert jedoch nicht das Erlebnis, sondern sorgt vielmehr dafür, dass diese besonderen Plätze langfristig erhalten bleiben.
Auch der respektvolle Umgang mit Natur und Umgebung ist entscheidend. Viele Lost Places befinden sich in sensiblen Gebieten, in denen sich die Natur ihren Raum zurückerobert hat. Dieses Gleichgewicht sollte nicht gestört werden. Nachhaltigkeit ist hier kein Trend, sondern eine Grundvoraussetzung. Wer sich daran hält, trägt dazu bei, dass auch andere Menschen diese Orte in Zukunft noch erleben können.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art, wie man solche Orte entdeckt. Abseits von Social Media und bekannten Listen liegt ein großer Teil der Faszination darin, selbst zu recherchieren, Hinweise zu sammeln und eigene Wege zu gehen. Genau dieser Entdeckergeist unterscheidet Lost-Place-Tourismus von klassischen Reiseformen. Es geht nicht nur um das Ziel, sondern auch um den Weg dorthin.
Darüber hinaus zeigen Lost Places auch gesellschaftliche Entwicklungen auf. Sie sind stille Zeugen von wirtschaftlichem Wandel, demografischen Veränderungen und historischen Ereignissen. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass hinter jedem verlassenen Ort eine Geschichte steckt, die oft weit über das Sichtbare hinausgeht. Dadurch entsteht ein tieferes Verständnis für Regionen und ihre Vergangenheit.
Nicht zuletzt bieten Lost Places auch eine besondere Form der Entschleunigung. Fernab von Lärm, Hektik und digitalen Reizen entsteht eine Atmosphäre, die viele Menschen heute bewusst suchen. Diese Orte laden dazu ein, innezuhalten, zu beobachten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gerade das macht sie zu einem wertvollen Gegenpol im modernen Alltag.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Lost Places in Österreich sind kein kurzfristiger Trend, sondern eine nachhaltige Form des Reisens mit Tiefe. Wer sie mit Respekt, Neugier und Verantwortungsbewusstsein erkundet, wird nicht nur außergewöhnliche Orte entdecken, sondern auch eine neue Perspektive auf Geschichte, Natur und das eigene Reiseverhalten gewinnen. Auch mit Freunden oder Wanderbegeisterten ist ein solcher Ort definitiv eine Reise wert und sollte besucht werden. Sie laden auch zum gruseln ein und haben oftmals eine lange, historische Geschichte, die zum Gruseln, Rätseln und Grübeln einlädt, sodass man einen solchen Ausflug mit allen Emotionen durchleben und vor allem erleben kann.
Darüber hinaus bieten sie auch kreatives Potenzial, etwa für Fotografie, Schreiben oder persönliche Reflexion. Viele Besucher berichten, dass gerade die Stille und das Unfertige dieser Orte neue Gedanken anstoßen. Damit werden Lost Places nicht nur zu Reisezielen, sondern auch zu Orten der Inspiration.








