Gewalt an Schulen artet aus: Insgesamt 312 Fälle wurden im Jahr 2017 an den Schulen in Wien verzeichnet. Trauriges Detail: Bei den angezeigten (schweren) Körperverletzungen liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich – ohne Wien – für das Jahr 2017 an der Spitze!

Während 2014 nur 17 Fälle verzeichnet wurden, waren es 2017 schon 114 Fälle. Körperverletzungen an Schulen haben sich in unserem Bundesland somit mehr als versechsfacht! Das entspricht einem Anstieg um mehr als 500 Prozent.

Sex-Attacken und Nötigung

Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage des ÖVP-Nationalratsabgeordneten und Sicherheitssprechers Karl Mahrer an Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hervor.

So mehren sich auch die Fälle von schwerer Körperverletzung oder Nötigung an den Schulen. 2017 kam es in Oberösterreich etwa zu neun Fällen von Nötigung, aber auch zu insgesamt neun Fällen von sexuellem Missbrauch von Unmündigen, fünf mal davon schwer nach § 206 StGB.

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An Brennpunkt-Schulen in den Städten sind österreichische Kinder oft bereits eine Minderheit!

Experte rät zu Gewaltschulungen

Mahrer, der zuvor Wiener Polizeichef war, fordert indes Präventivmaßnahmen und rät zu Anti-Gewalt Trainings parallel zur Verkehrserziehung. Wir brauchen verpflichtende Anti-Gewalt-Trainings durch die Polizei, analog zur Verkehrserziehung“, bekräftigt Mahrer gegenüber der „Krone“.

Insbesondere Lehrer aus Wien beklagen sich seit einigen Jahren vermehr über Gewalt-Probleme bei Schülern mit Migrationshintergrund. Dabei werden nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer zu Opfern brutaler Attacken.

Österreichische Kinder Minderheit

In den Linzer Schulen sind österreichische Kinder bereits eine Minderheit. Von 12.139 Schülern sind 7.295 Schüler nicht deutscher Muttersprache. Das ergeben die Zahlen aus dem aktuellen Schuljahr 2017/2018 („Wochenblick“ berichtete).