Am 8. Dezember veröffentlichte die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (Food and Drug Administration, FDA) Dokumente, denen zu entnehmen ist, dass während des Testlaufs mit dem Corona-Impfstoff sechs Menschen bereits verstorben sind. Die Hersteller Pfizer und BioNTech wiegeln jedoch ab, die Testpersonen seien nicht am Impfstoff gestorben, sie hätten angeblich Placebos erhalten und ein Zusammenhang bestehe natürlich nicht.

Zu den Toten zählt der katholische Priester John Michael Fields, der am 27. November 2020 unerwartet im Alter von 70 Jahren verstarb, obwohl er zuvor als gesund galt. Der bis dahin aktive Theologe hatte zuletzt an den Testungen mit dem Corona-Impfstoff teilgenommen.

Sechs Todesfälle bei Studie

Die Pharmahersteller sind überzeugt, dass nicht der Impfstoff, für die Häufung der Todesfälle verantwortlich ist und erwähnen wiederholt den Einsatz von Placebos, die doch eigentlich als ungefährlich gelten. Aus den veröffentlichen Dokumenten geht aus Seite 19 hervor, dass es während der Testreihen sechs Todesfälle gab. Zwei davon sollen mit dem Corona-Impfstoff in Berührung gekommen sein, die anderen vier sollen lediglich harmlose Placebos erhalten haben. Auffallend ist, dass das Wort Placebo in dem 53-seitigen Bericht 141 Mal vorkommt.

Auch bei dem merkwürdigen Todesfall in Rio, wo ein 28-jähriger Mediziner während seiner Teilnahme an einer Impfstudie von AstraZeneca verstarb, wurde behauptet, der Mann habe nur das Placebo verabreicht bekommen (Wochenblick berichtete).

Pharmariesen beteuern Sicherheit

Seit August drängte der Pharmariese Pfizer gemeinsam mit seinem deutschen Partner BioNTech die FDA dazu, den Impfstoff für die Nutzung an Personen über 16 Jahren zu autorisieren. Obwohl zu dem Zeitpunkt keine ausreichenden Daten vorlagen, was heute auch noch nicht der Fall ist, behauptete Pfizer schon im August, der Impfstoff sei „sicher und wirksam“.

Ging der Spruch zunächst von Pfizer aus, so hörte man folglich am 8. Dezember die selbe Aussage auch von Mitgliedern der FDA, der Impfstoff sei „sicher und wirksam“. Die Pfizer Aktie stieg in Folge an der New Yorker Börse um 3,7 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Wert der Aktie in diesem Jahr bereits um 14 Prozent.

Kaum erforschte mRNA-Impfstoffe

Der Impfstoff verwendet eine bisher kaum erforschte Technologie namens Messenger-RNA, die gezielt Körperzellen dazu programmiert, das Virus zu bekämpfen. In der nächsten Woche will sich die FDA beraten, ob eine Notfallzulassung für den Pfizer Impfstoff herausgegeben wird. Offizielle Einrichtungen empfehlen, zunächst alle Beschäftigten im Gesundheitswesen und Langzeitpflegepatienten, zu impfen. Das beträfe in den USA 23 Millionen Menschen.

Komplikationen bei Allergiepatienten?

In London wurde am Mittwoch bekannt gegeben, dass zwei Testpersonen allergisch auf den Impfstoff reagierten. In Folge wurde dazu aufgerufen, dass Menschen mit einer „signifikanten“ Allergiegeschichte die Corona-Impfung vermeiden. Pfizer setzt indes seine klinischen Testversuche und die Studie fort, um die vollständige Zulassung so schnell wie möglich zu erhalten. Es bleibt abzuwarten, ob bei weiteren Todesfällen ebenfalls auf die Verwendung von Placebos hingewiesen wird. (AA)