Der schreckliche Vorfall spielte sich am S-Bahnhof in Pirna ab.

Nur 14 Monate Gefängnis: Da dürften viele nicht wissen, was sie für schockierender halten – die abscheuliche Tat oder das milde Urteil. Ein Syrer stieß seine schwangere Frau in Pirna ins Gleisbett und nahm die gemeinsamen Kinder an sich, in der Hoffnung, sie zur Abtreibung zu nötigen. 

So lautete das äußerst milde Urteil des Amtsgerichts Pirna gegen Wais S. (25) – obwohl der Tatverdächtige keinerlei Reue zeigte, sondern zu allen Vorwürfen schwieg. Der unfassbar brutale Vorfall spielte sich bereits im August im S-Bahnhof in Pirna ab. Mit der Geschädigten Iman A. (28) war der Migrant nach islamischem Recht verheiratet. 

Kindesentziehung sollte bis zur Abtreibung dauern

Vor Gericht sprach die Frau über die schockierenden Details der Tat. Denn dass sie sich weigerte, das gemeinsame Baby abzutreiben, ließ den Syrer ausrasten. Er schubste die Schwangere einfach auf die Gleise. Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn ein Zug gerade eingefahren wäre!

Daraufhin ließ er die Frau hilflos auf den Zuggleisen zurück, ergriff die anderen Kinder und machte sich vom Acker. Diese würde sie erst wieder sehen, wenn sie sich für eine Abtreibung entschieden hätte. Zumindest mit dieser Drohung dürfte er mittelfristigen Erfolg gehabt haben – laut Tag24 nahm sie einige Zeit nach dem Angriff tatsächlich einen Schwangerschaftsabbruch vor.

Am Tag nach der Tat drohte er mit Umbringen

Kurze Zeit nach seiner Attacke schien er kurzzeitiges Einsehen zu haben. Nach zahlreichen Telefonaten mit seiner Familie brachte er die Kinder nach einigen Stunden zu seiner Frau zurück. Aber ein wirkliches Friedensangebot war das nicht – denn er bedrohte sie gleichzeitig mit einem Messer.

Am nächsten Tag legte er nach und drohte ihr sogar mit dem Umbringen. Dabei sorgte er erneut für filmreife Szenen. Denn als die Frau gerade mit einer Freundin im Auto unterwegs war, sprang er ihr auf die Kühlerhaube, randalierte und brüllte wild herum. Wenn sie sich nicht augenblicklich mitsamt der Kinder umbringe, würde er alle töten. 

Aggressiver Syrer muss nur 14 Monate in Haft

Die Richterin hatte keinen Grund, an der Aussage der Frau und anderen Zeugen zu Zweifel – es folgte eine Verurteilung. Mit 14 Monaten fällt diese allerdings denkbar gering aus. Dies, obwohl ein eindeutiges Aggressionspotenzial von ihm ausgeht – und der Strafrahmen nach oben hin bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe betragen hätte.

Nachdem er bereits bei seiner Verhaftung nur schwer zu bändigen war, musste er beim ersten Verhandlungstag im November sogar mit Fußfesseln und Handschellen in den Gerichtsaal gebracht werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.