Russland-Sanktionen: BMW-Werk in Steyr steht still – 3.200 Mitarbeiter bangen um Jobs

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Europäische Werke betroffen - USA, China und Mexiko nicht!

Russland-Sanktionen: BMW-Werk in Steyr steht still – 3.200 Mitarbeiter bangen um Jobs

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Ab morgen steht das BMW-Motorenwerk in Steyr still. Wegen des Kriegs können die in der Ukraine produzierten Kabelbäume nicht geliefert werden. Immer mehr wichtige Komponenten für die Auto-Produktion fehlen außerdem aus Russland. Und das wird dank der EU-Sanktionen auch so bleiben. Mit großen Folgen für unsere Wirtschaft: Allein in Steyr werden jetzt 3.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Betroffen sind auch die Werke in Deutschland, Oxford und den Niederlanden. Die Werke in den USA, China und Mexiko dürften andere Zulieferer haben und können normal weiter produzieren! Wieder trifft es also vor allem Europa und wieder ist Amerika der Profiteur.

Die BMW-Arbeiter spüren die Auswirkungen der Ukraine-Krise bereits am eigenen Leib. Das weltweit größte Motorenwerk der BMW-Group in Steyr hat ein massives Lieferproblem. Wegen des Kriegs können die in der Ukraine gefertigten Kabelbäume nicht geliefert werden. Für Steyr heißt das: Das Motoren-Werk steht still! Bereits in den Nacht auf Mittwoch sei es zu ersten Produktionsausfällen gekommen. Für die rund 3.200 Mitarbeiter in Steyr soll bis Ende Mai die Kurzarbeitsregelung gelten.

Große Werke in Europa betroffen

Aber nicht nur Steyr ist betroffen. Die Kabelbäume werden für Motoren und Fahrzeuge benötigt. So stehen auch beim BMW-Stammwerk in München und in den Fahrzeug-Werken Dingolfing, Oxford und in den Niederlanden die Bänder still. Allein in München sind 7.000 Mitarbeiter und in Dingolfing gar 10.000 Mitarbeiter vom Produktionsstillstand betroffen. In Leipzig könne die Produktion nur mehr in einer Schicht erfolgen. Aufgrund fehlender Halbleiter müsse die Produktion im Werk in Regensburg ebenso auf eine Schicht reduziert werden. Wie lange die Einschränkungen andauern, werden die nächsten Wochen zeigen.

Keine Auswirkungen auf USA, China, Mexiko

Unseren Recherchen zufolge steht die ukrainische Produktion nicht komplett still. Mit eingeschränktem Personal werde trotz der Kriegszustände in geringen Mengen produziert, weshalb Lieferungen überhaupt nur in geringen Mengen erfolgen können. Für die Werke in den USA, in China und in Mexiko dürfte die Krise derzeit keine negativen Auswirkungen haben. Sie sollen andere Zulieferer haben und seien deswegen von der den Lieferproblemen nicht betroffen. Ihre Produktion laufe wie gewohnt weiter. Bereits im Herbst 2021 verknappte China den Nachschub an Computerchips. So standen viele Produktionsbetriebe still und bei manchen Autoherstellern wurde die Lieferzeit für einen Neuwagen mit einem Jahr angegeben. Vielleicht könnten sie künftig gar von der europäischen Krise profitieren. Wem nützt es also, wenn hier von Seiten der USA und den europäischen Strippenzieher weiter Öl ins Feuer der Krise gegossen wird?

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