Schräg! Aus Gründen der gesundheitlichen Vorsorge will die EU jetzt gegen einen wichtigen Bestandteil von Pommes, der für deren knusprige Konsistenz verantwortlich ist, konsequent vorgehen.

Bei dem Bestandteil handelt es sich um das möglicherweise krebserregende Acrylamid.

Ab 2019

Dieses ist in Lebensmitteln wie Chips, Knäckebrot und eben auch den beliebten Knusper-Pommes enthalten. Experten der EU-Mitgliedsländer billigten am Mittwoch die entsprechende Vorlage der EU-Kommission, wie zahlreiche Medien berichteten. Diese Vorlage sieht neue und strenge Regeln für Lebensmittelhersteller, Bäckereien und Restaurants vor.

Die neuen Regeln sollen ab 2019 in Kraft treten. Enthalten sind auch genaue Koch- und Zubereitungsvorgaben. So sollen Ofen-Fritten nur bis zu einer bestimmten Temperatur fertig gebacken werden.

EU gibt Kochanweisungen

Pommes Frites sollen vor dem Frittieren eingeweicht oder blanchiert werden, damit die Stärke ausgewaschen wird, empfehlen die EU-Bosse. Zudem sollen Bräunungstabellen in der Praxis einen Anhaltspunkt geben.

Ab 2019 gelten die neue Regeln für Lebensmittelhersteller und Restaurants. Grundsätzlich soll so wenig gebräunt werden wie möglich.

Gastronomie sauer

Gastronomen sind jetzt stinksauer – auch in Österreich! Sie befürchten einen hohen Mehraufwand.

„Es sieht so aus, als ob die Einwände der europäischen Gastronomieverbände im Konsultationsverfahren nicht berücksichtigt wurden. Das bedeutet, dass sich die Betriebe europaweit wieder auf neue gesetzliche Vorgaben einstellen müssen und damit die bereits stark überregulierte Gastronomie weiter belastet wird“, erklärt Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich.

Bereits 2016 fiel die EU durch den Kampf gegen Topflappen auf („Wochenblick“ berichtete).
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