Es ist schockierend. Für die Politik müsste es beschämend sein. Weltweit nehmen die Berichte über Selbstmorde aufgrund der Corona-Krise zu. Menschen stehen schuldlos vor den Trümmern eines Lebens, das sie und ihre Vorfahren durch lebenslange Arbeit aufgebaut haben. Vor allem jene, die schon psychisch angeschlagen waren,  können mit der Situation kaum umgehen. Panikmache durch Medien und Regierungen verschärfen die Problematik.

Ein Krankenhaus aus Kalifornien meldete, dass in nur einem Monat so viele Suizidversuche verbucht wurden, wie sonst in einem ganzen Jahr. Tatsächlich sterben aktuell in Kalifornien mehr Menschen an Selbstmord als an Covid-19. In den USA wird bereits mit erschütternden 75.000 Toten gerechnet. Eine Studie des NCBI spricht von einer globalen psychosozialen Pandemie.

Auch Michael Tsokos, Rechtsmediziner der Berliner Charité warnte vor einer solchen Pandemie. Menschen, die psychisch labil sind, bekommen solche Angst vor der Corona-Pandemie, dass sie als einzigen Ausweg den Tod sehen. Er befürchtet eine Gefahr der Übersterblichkeit im Herbst – nicht wegen Corona sondern wegen der Vielzahl der Selbstmorde.

Viermal so viele Selbstmorde als Corona-Tote?

Aus Australien wurde berichtet, dass die Zahl der Selbstmorde die Corona-Toten um das vierfache übersteigen könnte. Auch im nahen Osten häufen sich die Suizide – beispielsweise werden zahlreiche Verzweiflungstaten unter Jesiden im Nordirak gemeldet. Die Regierung in Thailand äußerte sich besorgt über eine Selbstmordwelle.

Hinzu kommt, dass auch aufgrund der absurden und realitätsfremden Umgangsweise der Verantwortlichen auf einzelne Berufsgruppen unmenschlicher Stress zugekommen ist, der leicht vermeidbar gewesen wäre. Auch diese vor allem nachträglich fragwürdig erscheinenden Praktiken haben weltweit zu zahlreichen Suiziden unter medizinischem Personal geführt.

Prominente Fälle auch in Österreich

Durch die sozialen Medien geistern bereits einige Fälle von tragischen Selbstmorden aus Deutschland und Österreich, viele davon haben mit der Gastronomie oder dem Veranstaltungsgewerbe zu tun.

Blanker Hohn der Regierenden

Angesichts der Verzweiflung der Betroffenen in der Bevölkerung ist es ein besonderer Hohn, wenn die Regierenden auf Balkonen von Ministerien Party feiern, sich im Kleinwalsertal wie Heiligenfiguren huldigen lassen oder mal eben die Sperrstunde um eineinhalb Stunden überziehen.

Suizidgedanken? Holen Sie sich Hilfe.

Sie denken an Suizid, machen sich um jemanden Sorgen oder haben einen Menschen aufgrund eines Suizidtodesfalls verloren? Auf den Internetseiten der Suizidprävention Austria finden Sie Erste-Hilfe-TippsNotfallkontakte und Hilfsangebote in Ihrem Bundesland sowie weiterführende Informationen zur Bewältigung dieser Notsituation.