Lust auf Frauen führte Vergewaltiger nach OÖ
Foto: SPK Linz (unkenntlich)

Am Dienstag fand vor dem Landesgericht Linz der erste Verhandlungstag im Prozess gegen den illegal in Österreich befindlichen Algerier statt, der im April an der Donaulände in Linz versucht haben soll, eine Frau zu vergewaltigen.

Der Beschuldigte bestreitet alles, schwört sogar auf Allah. Eine Abschiebung des Täters war bisher aufgrund eines nicht vorhandenen Abschiebeabkommens mit Algerien nicht möglich.

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„Ich bin nach Österreich gekommen, um hier die Frauen zu f***en“

Seit Jahren hält der Algerier die österreichische Polizei und die Gerichte zum Narren. Es kam Erschreckendes zu Tage, als die Staatsanwaltschaft in der Verhandlung seine Stellungnahme bei der Polizei vorlas.

So hat der Beschuldigte auf die Frage, warum er nach Österreich gekommen sei, geantwortet: „Ich bin nach Österreich gekommen, um hier die Frauen zu f***en.“ Er ist bereits in Frankreich und Österreich mehrfach vorbestraft, hatte sogar einen abgelehnten Asylbescheid sowie ein Einreiseverbot. Im November 2015 versuchte er bereits eine Frau zu vergewaltigen. Eine weitere begangene Körperverletzung wird separat am Bezirksgericht Linz verhandelt.

Prozess schwierig und nervenaufreibend

Zu Beginn des Prozesses am Landesgericht Linz wollte der Angeklagte nicht einmal seinen Namen nennen. Vorgeworfen wird dem Angeklagten, der aus der U-Haft vorgeführt wurde, Vergewaltigung und Urkundenfälschung. Offenbar führt der Algerier mehrere Identitäten.

Eine Schülerin, die am Tag der Tat an der Bushaltestelle umsteigen wollte, schilderte in ihrer Aussage die Ereignisse: „Die Frau kam auf mich zu und war voller Blut. Man konnte ihr Gesicht nicht mehr erkennen. Sie sagte zu mir: Ich wurde vergewaltigt.“ Das Mädchen konnte den Täter bei einer Gegenüberstellung sofort wiedererkennen.

Nach Verlesung der Zeugenaussagen fragt die vorsitzende Richterin Ursula Eichler den Beschuldigten, ob er nicht etwas an seiner Aussage ergänzen möchte, da die Aussagen des Opfers, der Zeugen und DNA-Spuren ihn schwer belasten würden. Er antwortet über seinen Dolmetscher: „Ich habe diese Frau noch nie in meinem Leben gesehen.“ Richter Mag. Ralf Sigl probiert es noch einmal mit Provokation: „Ich frage mich, ob bei Ihnen im Kopf alles in Ordnung ist?“ Doch der Angeklagte wiederholt mehrmals: „Ich schwöre bei Allah, dass ich diese Frau nicht vergewaltigt habe.“

Opfer schwer traumatisiert

Auch das Opfer ist am Verhandlungstag anwesend. Die traumatisierte Frau hat schwere Verletzungen an der linken Gesichtshälfte, da sie bei der Tat brutal niedergeschlagen wurde. Als das Video ihrer Aussage vorgespielt wird, verlässt sie mit einer Angehörigen weinend den Verhandlungssaal. Sie hatte bisher neun verschiedene medizinische Behandlungen, ist in psychotherapeutischer Betreuung und muss gegen ihre Schlafstörungen und Angstzustände schwere Medikamente nehmen.

Die Verhandlung wurde wegen der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens des Angeklagten sowie eines gesundheitlichen Gutachtens des Opfers vertagt. Falls eine psychische Krankheit beim Angeklagten festgestellt wird, ist die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher möglich. Das psychiatrische Gutachten wird von Dr. Adelheid Kastner erstellt, die auch die Untersuchung von Josef Fritzl durchgeführt hat. Das gesundheitliche Gutachten soll Auskunft über den Zustand und mögliche Dauerfolgen des Opfers geben.

Dem Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung wegen Vergewaltigung bis zu 10 Jahre Haft, bei zusätzlichen schweren Folgeschäden des Opfers bis zu 20 Jahren Haft.

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