In Moskau und Umgebung wurden die 3G-Kontrollen für Restaurant- und Barbesucher nach nur drei Wochen wieder abgeschafft. Der Moskauer Bürgermeister, Sergej Sobjanin, erntete nach seinem Erlass massive Protest seitens der Gastronomie und Hotellerie, er musste zurück rudern. Präsident Wladimir Putin stellte zu Beginn der Pandemie klar, dass Corona-Maßnahmen Sache der Provinzen sind. Den Global-Sozialisten gefällt diese Art der echten Demokratie gar nicht.

• Die 3G-Regel in Moskau führte zu heftigen Protesten
• Der Bürgermeister musste sie rasch wieder beenden
• In Russland sind Corona-Maßnahmen Sache der Regionen
• Putins de-zentraler Corona-Ansatz missfällt den Global-Sozialisten

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von Kornelia Kirchweger

19. Juli: Freiheitstag für Moskau

Die Moskauer Regelung galt nur für Innenräume – Gastgärten und Terrassen konnten ohne Einschränkung betreten werden. Die Vorlage ausgedruckter Zertifikate wurde nicht akzeptiert – nur elektronische QR-Codes. Wirte und Hotels gingen auf die Barrikaden. Der Bürgermeister kündigte schließlich die „Freischaltung“ im Fernsehen an. Die Situation habe sich verbessert, die Impfraten seien gestiegen, er könne also eine Lockerung vertreten. Diese gilt für die gesamte Moskauer Region.

Restaurantbesitzer können allerdings selbst entscheiden, ob sie ihre Gäste weiterhin kontrollieren wollen. Sobyanin räumte auch ein, dass es ihm persönlich gegenüber massive Beschwerden gegeben hatte. Seit 19. Juli werden die Moskoviter nicht mehr kontrolliert, ob sie geimpft, gesundet oder getestet sind. Ganz anders in Großbritannien, wo Premier Boris Johnson, zuerst den „Freiheits-Tag“ ankündigte, der dann mit Verschärfungen endete: Barbesuch nur mit Impfpass.

…schlimmer als Lockdown

Die Moskauer Region ist eine beliebte Tourismuszone. Die Gesundheits-Kontrollen reduzierten das Besucheraufkommen deutlich. In manchen Regionen, etwa Vladimir, 200 km östlich von Moskau, galt 3G – wie in Österreich – nicht nur in Restaurants, sondern auch in Fitnesscentern, Kosmetiksalons, bei Friseuren, in Kinos und in Hotels. Die Region ist besonders beliebt, wegen ihrer historischen Kirchen.

Auch dort gab es einen Proteststurm. Die Präsidentin des Hotel- und Restaurantverbandes, Marina Zemskowa, sagte, das Ganze sei schlimmer als ein Lockdown. Denn dann wäre alles geschlossen…und man könnte mit einer Corona-Unterstützung der Regierung rechnen.

Mit den Einschränkungen werden tausende Firmen und Service-Betriebe in den Ruin getrieben, hieß es. „Wir haben Null-Umsatz. Wir wissen nicht, was wir unseren Angestellten, Vermietern und Lieferanten morgen sagen können, sagte Mitrij Bolshcakow, Besitzer der Kaffeehaus-Kette „Wladim Gruppe“. Drei Tage nach Einführung der Restriktionen kam es zu einer Aussprache zwischen Unternehmern und Behörden. Man einigte sich auf die Lockerung verschiedener Maßnahmen.

Putins De-Zentralismus ärgert Globalisten

Putins dezentrale Corona-Politik, die er im April des Vorjahres im Fernsehen ankündigte, ist das völlige Gegenteil der immer autokratischer agierenden Covid-Regime in Europa und der USA. Interessanterweise wurde sein zutiefst demokratisch Ansatz sofort von den „einschlägigen Kreisen“ kritisiert: Putin ziehe sich offensichtlich aus der Politik zurück, warf man ihm vor. Es sei das erste Mal, dass er eine nationale Krise nicht selbst manage.

Dass die „nationale Krise“ in den Regionen völlig unterschiedlich verläuft, und die zuständigen Provinz-Chefs mehr Freiheit haben, diese auf ihre Weise zu regeln, gefällt den Global-Sozialisten gar nicht. Es könnte ja erfolgreichere Ansätze geben, als jene, die von den Global-Sozialisten mit Polizeigewalt gegen die Bürger durchgepeitscht werden.

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