Ein Musik-Hit, der über die eigene Fangemeinde hinaus Bekanntheit erlangte, ist ihnen schon lange keiner mehr geglückt. Aber Polit-Provokation und Medien-Inszenierung beherrschen sie perfekt. Die Austropop-Legenden der 1977 gegründeten Band „Erste Allgemeine Verunsicherung“ (EAV) sorgen für Wirbel und reiben sich erneut an Volks-Rockn-Roller Andreas Gabalier.

„Auch Hitler hatte viele Fans“

In einem aktuellen Interview mit der Sonntagsausgabe der Zeitung „Österreich“ (23.10.) attackiert EAV-Boss Thomas Spitzer den Volks-Rockn-Roller Gabalier und den mit ihm verbundenen „Lederhosen-Wahn“ scharf. Für Wirbel sorgt vor allem ein geschmackloser Hitler-Vergleich! Gabalier besingt die Heimatliebe, weshalb der EAV-Musiker ätzt: „Immer wenn die Zeiten schlecht werden, besinnt man sich der nationalen Identität. Ich habe nichts gegen Gabalier. Jemand, der vor 70.000 Fans spielt, der muss gut arbeiten. Respekt. Aber auch Hitler hat viele Fans gehabt.“

Auch Strache mit Hitler verglichen

Letztes Jahr bezeichneten die EAV Gabalier als „Lederhosen-Zombie mit Trachtenhaar“. Viele Beobachter interpretierten dies als Neid-Kampagne, das letzte Album der EAV verkaufte sich nach Eigenangaben 15.000 mal – Andreas Gabalier hat kein Album, welches nicht zumindest 100.000 mal gekauft wurde. Doch bei der EAV sitzen die „Hitler-Vergleiche“ locker: Auch FPÖ-Chef HC Strache wurde in einem Comic von Thomas Spitzer als „DJ Öxit“ mit Hitler-Bart und Hakenkreuz gezeichnet.

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