Clemens Auer ist Sonderbeauftragter im Gesundheitsministerium. In dieser funktion gab er in den vergangenen Tagen einige bemerkenswerte Interviews. So wäre das Tragen von Schutzmasken zwar nicht überall sinnvoll, erfülle aber auch einen psychologischen Zweck. Darüber hinaus bestätigten Auer als auch Andreas Huber, Sprecher des Krisenstabes in Wien: Es gibt nicht einen einzigen belegten Fall in Österreich, wo in einem Supermarkt eine Ansteckung stattgefunden hätte.

Während des gestrigen „Talk im Hangar 7“ auf Servus.tv machte der Sonderbeauftragte des Gesundheitsministeriums, Clemens Auer, eine interessante Aussage: „Ich habe in dem Interview auch gesagt, dass die Maske ein Mittel der Psychologie der Aufmerksamkeit ist. Und das ist in Oberösterreich schon eine wichtige Geschichte.“

Maskenpflicht aufgrund der „Psychologie der Aufmerksamkeit“

Wochenblick ging der Sache nach und fand dort tatsächlich das Originalzitat: Clemens Auer: „Nein, keineswegs. Wir können bis heute nicht beobachten, dass irgendwelche Lockerungsmaßnahmen in Österreich zum Anstieg der Neuinfektionszahlen geführt haben – auch nicht der Wegfall der Maskenpflicht im Handel. Warum das Maskentragen in Geschäften sinnvoll sein kann, liegt in der Psychologie der Aufmerksamkeit begründet. Keine Masken bedeutet für viele Menschen, dass alles ganz normal ist. Entscheidend im Kampf gegen das Virus ist, dass die Politik mit ihren Maßnahmen zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig bleibt.“

Kein belegter Fall einer Ansteckung in Supermärkten oder Parks

Weiters führte Auer dort aus: „Es gibt in Österreich keinen einzigen Fall, bei dem sich Menschen in Geschäften angesteckt haben oder von einem Geschäft ein Infektionsverhalten ausging.“

Die selbe Auskunft gab jüngst auch ein weiterer Experte, Andreas Huber, der Sprecher des Krisenstabes in Wien. Dieser erklärte bereits am 5. Mai gegenüber der „Neuen“:
„Wir können bisher bei so gut wie jeder Infektion genau zurückverfolgen, wo die Ansteckung stattgefunden hat“, sagt Huber. In vielen Fällen sind das Ansteckungen im familiären Bereich oder bei Bekannten. Kein einziger Fall ist auf eine zufällige Begegnung etwa im Supermarkt oder im Park zurückzuführen.

In Oberösterreich regt sich der Unmut

Immer weniger Menschen können die Logik hinter den aktuellen Corona-Maßnahmen nachvollziehen. Besonders in Oberösterreich regt sich der Unmut. Hier scheint die Landesregierung Vorgaben aus dem Gesundheitsministerium befolgen zu müssen. Lesen Sie dazu unsere aktuelle Analyse zur Sterblichkeit aber auch der behaupteten Steigerungsrate der Fallzahlen:

Landes-Statistik beweist: Keine Übersterblichkeit in Oberösterreich