Geschätzter Experte: Sucharit Bhakdi hielt seit Anbeginn der Corona-Pandemie eine Vielzahl an kritischen Vorträgen und gibt seine fachlichen Einschätzen regelmäßig zum Besten.

Dieser Paukenschlag hallte am Donnerstag durch das ganze maßnahmenkritische Lager: Wieder einmal wurde ein prominenter Kritiker zum Ziel des „Big Tech“-Rotstiftes. Diesmal traf es dabei keinen geringeren als den bekannten Arzt und Bestseller-Autor Prof. Sucharit Bhakdi, YouTube löschte einfach seinen Kanal. 

Der ursprünglich aus Thailand stammende und seit Jahren in Deutschland wirkende Prof. Sucharit Bhakdi (74) wurde in den vergangenen Monaten zu so etwas wie der Speerspitze unter den Corona-kritischen Medizinern. Sein Buch „Corona Fehlalarm?“, das er mit seiner Frau Karina Reiß (46) verfasste, führte im Sommer wochenlang sensationell die deutschsprachigen Bestseller-Listen an und lieferte eine erfrischende Gegenstimme zum öffentlichen Narrativ. Mehrfach beteiligte er sich auch an kritischen Diskussionsrunden auf „Servus TV“.

YouTube duldet keinen Widerspruch gegen WHO

Nun ließ ihn die größte – und beinahe alternativlose – Videoplattform YouTube zumindest auf ihrem Portal digital verstummen. Sein Kanal verfügte über millionenfache Aufrufe und zuletzt über zigtausende Abonnenten. Grund für den drastischen Schritt sollen die „Community-Richtlinien“ sein. Ein genauerer Blick in diese offenbart, wie umstritten eine derartige Löschung ist, denn selbst fachlich fundierte, vom offiziellen Narrativ abweichende, Fachmeinungen sind dort tabu.

Wortwörtlich steht dort: „Auf YouTube sind keine Inhalte erlaubt, die medizinische Fehlinformationen verbreiten, die im Widerspruch zu medizinischen Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder lokaler Gesundheitsbehörden zu COVID-19 stehen.“ Seine Löschung als Kritiker ist kein Einzelfall, unlängst erhielt sogar ein Medium eine Uploadsperre, weil es eine Maßnahmen-Demo filmte – Wochenblick berichtete.

Bhakdi: Schwedisches Modell sinnvoller als Lockdown

Unter Maßgabe seiner Facheinschätzung vertritt Bhakdi die Ansicht, dass Politik und Medien die Gefährlichkeit des Virus verzerren, dass Regierungen mit einer Mischung aus Willkür und Planlosigkeit reagieren und dass teils mit unsauberen Definitionen und Vergleichszahlen agiert wird und diese falsch interpretiert würden. Die Krankheit an sich oder ihre Gefährlichkeit für einzelne Risikogruppen leugnet er übrigens keineswegs. Allerdings hält er Lockdown-Maßnahmen für vollkommen sinnlos. 

Er gilt in der Bekämpfung der Pandemie als starker Verfechter des „schwedischen Modells“ – das skandinavische Land verzichtete bereits im Frühjahr auf einen Lockdown und setzte auf Empfehlungen für die Bevölkerung. Zwar machte man auch dort Fehler, die zeitweise zu mehr Infektionen führten. Mittlerweile hat es aber eine der geringsten Fallzahlen in Europa. Während andere Länder wie Österreich, sich längst im zweiten Lockdown befinden, sind die Bürger dort noch vergleichweise frei.